In die weite Welt hinein

Nationalpark Similan Islands- versagende Technik

Boah, was für eine Nacht. Das erste Mal, dass wir in unserem Leben am 23. Dezember zelten waren und es war eine Erfahrung an die wir bestimmt jedes Jahr zurückdenken werden. Meeresrauschen, das Gurren der Tauben, das Gestreite und Gezanke der Flughunde und der Sand im Zelt. Mein Rücken war am nächsten morgen voller Sand und Anna meinte nur, das ich selbst daran Schuld bin. Naja ich nahm immer meine sandigen Füße mit ins Zelt, hab ich halt früher auch immer so gemacht. Es war sooo warm, dass ich auch die ganze Nacht anfing zu schwitzen und alle 2 Stunden hellwach war — um 7 Uhr ging es dann völlig entnervt raus aus dem Zelt, um sich für die Schnorcheltour um 8 Uhr fertig zu machen. Anna hat gut geschlafen. Die Motivation heute Nemo zu suchen und zu finden war riesig. Das große Schiff legte ab und wir besuchten die Schnorchelplätze von Insel 7 und 4. Und dann passierte es … … … . Nach dem ersten Foto unserer Nikon (Unterwasserkamera), zeigte sie kein Bild mehr an. Schwarzer Bildschirm, ist das Display kaputt? Anna brachte schnell die Kamera wieder aufs Boot und ich schwam raus um Nemo und eine Schildröte zu suchen. Ich sah nichts von beidem und als ich zurück kam, meinte Anna das sie 2 Anemonen mit Nemos gesehen hat. Leider konnte sie nichts auf einer Kamera festhalten :(. Auf dem Schiff waren wir beide verärgert – was tun, was machen? Das Display zeigt kein Fotomenü mehr an – dann probierte Anna die Videofunktion aus und voila es geht!?. Wir können also jetzt nur noch Video machen und keine Fotos mehr schießen, doof. Auf Insel 4 waren wir dann ohne Kamera schnorcheln und wir sahen eine Seeschlange (Banded Snake Eal). Wir näherten uns und beobachten. Wir fanden hier dann wieder Nemos, ich sah also auch endlich meine ersten Clownfische! Als wir am Bord zurückkamen, berichteten wir über die Seeschlange. Unser Tourguide meinte- „Oh, Poison, poison, you die“. Hochgiftig die Dinger! Das nächste Mal schwimmen wir weg ;). Wir schauten uns an und dachten … uff.
Auch konnten wir jetzt endlich mal klären, was Triggerfische sind. Wir hatten schon auf Koh Tao gehört, dass die Fische, wenn sie sich gestört fühlen, einen mit voller Wucht rammen können. Da die Fische relativ groß sind, kann man davon sogar Ohnmächtig werden, also aufpassen. Wir wussten bisher nur nicht, wie die Fische aussehen. Als wir dann in einem Buch nachgucken, waren wir entsetzt: In der letzten Schnorchelstelle waren überall Triggerfische und wir sind da sorglos durchgeschwommen!!! Oha!

Auf dem Schiff gab es nach den ersten beiden Schnorchelgängen Mittagsbuffet. Wirklich sehr lecker, viel Reis, Schweinefleisch, Hühnchen, Fisch und Currysuppe. Alles für den Asiaten :P. Danach hatten wir bis 14 Uhr Pause am Strand. Wir gingen Schnorcheln, auf einmal kam uns ein kleiner Triggerfisch entgegen. Wir beide ziemlich schnell umgedreht und mussten im Nachhinein sooo herzhaft lachen, gestern ist man den Fischen noch hinterher geschwommen und heute hat man schon vor den kleinen Respekt. 😉 Anna bräunte sich ein wenig und ich beobachtete die Sandkrabben. Da hatte sich doch tatsächlich eine Ameise zwischen den Sandkrabben verirrt. Der Kampf begann, Krabbenschere schnapp und die Ameise war benommen. Die Ameise wusste nicht mehr wo sie hin sollte und lief ins Meer. Es war unfair aber ich habe nichts unternommen – Natur eben :).
Es war 14 Uhr und wir wurden all wieder aufs Schiff gebracht. Dieses Mal fuhren wir zur Insel 8 und 9 und wir nahmen wieder unsere Kamera mit ins Wasser. Anstatt Fotos machten wir jetzt Videos von den Fischen. Anna hat dann die ehrenhafte Aufgabe, Fotos aus den Videos zu machen. Wir sahen alle Fische vom Vortag mit Außnahme der Barracudas. Leider wieder keine Schildkröte, dafür aber schwarze Clownfische und einen Hummer. Anna sah zudem eine Moräne und ein Lionfish unter einem Stein. (Kommentar Anna: „So schreibt Stephan das. Das stimmt nicht. Ich habe einen Stein gesehen, unter dem ein Lionfish war, den Fisch hat unser Tourguide gesehen“ 😀 Kommentar Ende) Der Lionfish ist so selten, echt beeindruckend. Auf der Rücktour schauten wir uns beide den Sonnenuntergang vom Schiff aus an – unbeschreiblich schön – wahnsinn. Der Kapitän war auch sehr nett, von unserem Strand konnte man die Sonne nicht sehen, da waren Steine im Weg und er wurde immer langsamer, langsamer, langsamer je näher wir zur Insel kam, bis er schließlich ganz anhielt. Als die Sonne weg war, ging es mit Volldampf weiter, wir mussten sehr lachen 😀

Morgen finden unsere letzten Schnorchelgänge statt und das Ziel: Eine Schildkröte zu finden!!

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