In die weite Welt hinein

Wrack-, Tarierungs- und Nachttauchen

Boah, waren wir den vorherigen Tag müde … tauchen ist echt anstrengend, doch ging es heute mit unseren Spezialkursen weiter. Wrack-, Tarierung- und Nachttauchen standen an und genau in der Reihenfolge brachte uns unserer Tauchlehrer die Unterwasserwelt nahe. Zudem war diesesmal eine Kamera dabei, um uns Tauchschülern ein wenig Praxis über Unterwasserfotografie beizubringen.

Wir fuhren also aus Padang Bai los und fuhren 1 1/2 Stunden nach Tulamben, an dem ein riesiges Schiff (Liberty) im Wasser versenkt wurde. Während der Tour bekamen wir noch viele Infos, wie wir uns zu verhalten haben und welche Gefahren im Meer lauern. Auch wo wir unsere Ausrüstung aufbauen und wo es anschließend Mittag gibt. Infos Infos Infos … also gut vorbereitet, um direkt bei der Ankuft in Tulamben loszustarten.

Es ging los – TAUCHEN! Diesesmal sprangen wir nicht vom Boot, sondern liefen direkt ins Meer über Sand und Stein. Die Brandung war seicht. Anna und ich hielten uns trotzdem fest und nach 10 Meter plumsten wir mit aufgeblasendem Tarierjacket ins Wasser. Unser Tauchlehrer war schon lange fertig und wir beide kämpften noch mit den Schwimmflossen – ich habe am längsten gebraucht, aber als ich fertig war ging es auch direkt los. Blub Blub Blub bis zu 24 Meter tief. Die Kulisse war der WAHNSINN. So viele Fische, soviele Korallen und kleine Öffnungen durch die wir getaucht sind. Wir sahen zudem eine Schildkröte die direkt am Schiff ganz in Ruhe nach Essen suchte. Wir durften alles auf Fotos festhalten, doch ging es primär darum vernünftig und ohne Verwacklung Weitwinkel oder Makrobilder zu machen. Ein paar davon könnt ihr euch anschauen 🙂

Nach dem Wracktauchgang ging es über zum Tarierungstauchgang, doch wählten wir dazu einen anderen Tauchplatz, ein paar hundert Meter weiter vom Wrack entfernt. Auf einmal war die Brandung ganz anders. Große Wellen kamen auf uns zu – es war eine Tortur ins Meer zu kommen. Ich wäre fast wieder ans Ufer getrieben, doch mit viel Kraft hielt ich die Brandung davon ab. Diesemal tauchten wir nur 20 Meter tief, doch reichte dass aus, um Schrimps auf ein paar Autoreifen zu sehen und um unseren ersten Stechrochen zu beobachten. Auch sahen wir wieder Nemos und Halfterfische. Gegen Ende trafen wir auf einen Unterwassertempel. Der Tempel schien schon so lange im Meer zu sein, dass er als neues Korallenriff und Versteck für die Fische dient – schon witzig was die alles nutzen, um sich vor Feinde zu schützen.
Aus dem Wasser raus wäre dann ohne Tauchlehrer fast unmöglich geworden, er lud erst seine Sachen ab und half dann Anna bei ihren- die Wellen waren locker schon nen Meter hoch.
Wir waren zufrieden mit dem was wir gesehen haben und bekamen nun eine Pause, um ausgeruht zum Nachttauchgang zu erscheinen. Alles verlief wie bei unserem ersten Tauchgang auf Bali. Ab aufs Bot und Rolle rückwärts ins Wasser. Doch diesesmal mit großen Taschenlampen. Extrem duster im Meer und extrem unsicheres Gefühl. Man sieht nichts, hat keine Koordination und reagiert bei jeder Berührung völlig nervös. Irgendwie meisterten wir den Nachttauchgang und konnten eine spanische Tänzerin erkennen, kleine Krabben und Würmer. Die großen Tiere sind viel zu schnell, um sie rechtzeitig anzuleuchten, daher konzentrierten wir uns auf die Krabben Verstecke :D. Zum Schluss machten wir noch unsere Lampen aus und guckten uns das fluoreszierende Plankton an. Wenn man sich bewegt, sieht es aus, als wenn das Wasser leuchtet, viele kleine Leuchtpartikel!

Juhu, wir sind Advanced Open Water Diver!!! 🙂

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