In die weite Welt hinein

Moped Tour um Vulkan in Kintamani

Auf gehts, unser größtes Abenteuer mit dem Moped. Wir sprangen gegen 7 Uhr morgens aus dem Bett und machten alles fertig. Rucksäcke packen, auschecken und Backpackerrucksäcke in eine kleine Vorratskammer verschließen lassen. Danach Helme aufsetzen und festhalten. Los ging es 🙂

Wir fuhren die ersten paar Kilometer Richtung Denpasar auf der Hauptstraße. Es war schon ordentlich was los und wir überholten ganz in Ruhe die schlafenden Lkw’s ;). Als wir den ersten großen Kreisel erreichten tuckerten wir weiter gerade aus bis nach Klungkung. Klungkung ist ein ziemlich großer Bezirk und ab da ging es dann fast nur noch gen Norden. Ziel war ja ein Vulkan 1100 Meter über dem Seelevel! Wir meisterten Kurve für Kurve und unser erster Stop war an einem der schönsten Plätze Balis. Wir saßen in einem Restaurant mit dem Blick auf eine Reisterasse und dem Meer. Wahnsinn, vom Anblick erstaunt bestellten wir morgens halb 10 auch gleich mal Burger und Nudeln. Perfekte Grundlag dachten wir, um die nächsten 2 Stunden weiter nach Kintamani zu fahren. War gut, denn die nächste Mahlzeit gab es dann erst um 17 Uhr.

Angekommen in Kintamani stoppten wir erneut und konnten das erste Mal den Vulkan bestaunen. Es war aber leicht bevölkt, diesig und regnerisch, sodass wir uns beeilten weiterzukommen. Ich wollte dann noch einmal nach dem Weg fragen und hielt bei einem Securitymann an- großer Fehler, er knüpfte mir erstmal 20.000 Rupiah ab, obwohl das Ticket nur 2.000 Rupiah kostete und ich als Mopedfahrer überhaupt keins brauchte… Anna ärgerte sich, wie doof man sein kann, bei dem anzuhalten. Naja doof gelaufen, diese 1,50 € … .

In Kintamani und fuhren ganz gemütlich durch die Stadt. Auf der rechten Seite hatten wir immer den Vulkan im Blick und sahen ein Restaurant nach dem Anderen mit Aussichtsplattformen. Ab jetzt begann die Suche nach einem Hotel, aber irgendwie fanden wir keins. Wir fuhren echt weit und irgendwann entschieden wir uns, den äußeren Kraterrand zu verlassen und ins Tal zu fahren. Von der Hauptstraße rechts abgebogen und zack landeten wir auf der steilsten und kurvigsten Straße, die ich jemals gesehen habe. Wir waren neben den Trucks, die Vulkansand transportieren wollten die Einzigen auf der Straße. Ständig wurden wir angehupt, da ich fast nur am bremsen war. Die Trucks hatten es aber ein wenig eiliger, und so machten wir immer wieder im Grünen kurz Platz. Im Tal angekommen war nichts! Nur Trucks … wir wollten nach rechts in Richtung See, konnten aber nur nach Links weiterfahren. Toll! Die Straße wollten wir nicht wieder hoch, also fuhren wir einfach weiter- wird schon schiefgehen! Es fing dann auch noch an zu regnen und wir stoppten schnell an einem Rastplatz. Dort holte ich mir einen balinesischen Kaffee – Bah, der schmeckte echt widerlich!

Als der Regen aufhörte fuhren wir weiter und kamen an steinernen Lavafeldern vorbei. Eine tolle Landschaft! Als wir weiter fuhren, mussten wir wieder einen Stop aufgrund des Regens machen- der schlimmste Stop ever! Wir stellten uns bei einem kleinen Laden unter und da waren Fliegen- das konnte man nicht mehr zählen. Es war wirklich widerlich, ständig mussten wir uns Schütteln und die Tiere saßen auch auf dem ganzen Essen und Trinken. Eine dreiviertel Stunde mussten wir dort ausharren, bevor es endlich aufhörte zu regnen. Gott sei Dank! Es war das erste Mal auf der Reise, dass wir uns wirklich gefragt haben, wie man so leben kann, denn die Einheimischen störten sich überhaupt nicht an den Fliegen.
Weiter ging es und irgendwann hatten wir den Vulkan komplett umrundet- endlich waren wir am See und fanden eine Unterkunft! Als erstes ging es unter die Dusche, denn wir mussten uns den ganzen Dreck vom Mopedfahren erst einmal runterwaschen. Da es aufgrund der Höhe auch kühler geworden war, waren wir sehr froh, eine heiße Dusche zu haben und 3 Bettdecken.
Morgen geht es zurück nach Padang Bai!

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