In die weite Welt hinein

Von Padang Bai nach Kuta

Heute morgen hieß es Bye Bye Padand Bai- eine schöne Zeit geht zuende! Bei mir sind es eher zwei weinende Augen, auch weil ich nicht viel Gutes von Kuta gelesen habe, dem Ort, wo wir als nächstes hinwollen.
Schon unser Fahrer nach Kuta verspätete sich, da wir von ihm auch keine Nummer hatten und das Ganze auch noch nicht bezahlt war, bekamen wir mit jeder Minute später ein schlechteres Gefühl. Irgendwann beschlossen wir
dann, einen neuen Fahrer zu suchen. Für 2 Euro mehr fanden wir dann einen Anderen und wie das so ist: Während wir auf den Neuen Fahrer warteten tauchte der Alte auf einmal auf. War uns dann aber egal, wir fuhren mit dem Neuen! Der war dann auch ein echt lockerer Typ und wir hatten eine nette Unterhaltung während der Fahrt. Als wir in Kuta ankamen, war der erste Eindruck überragend positiv, denn es gab einen Gloria Jeans! Das ist eine Kaffeekette, bei der wir irre gerne in Malaysia Kakao getrunken haben- Toll, dass wir sie auch hier auf Bali haben! Leider fuhr unser Fahrer nur dran vorbei und dann weiter weiter weiter… das wird ein langer Rückweg, dachten wir uns. Danach wurde Kuta dann genau das, was auch im Internet beschrieben steht: Ein absoluter Touristen (Terroristen) Alptraum! Enge Straßen, überall Mopeds, die einen halb umfahren… wir schlängelten uns mit unserem schweren Gepäck durch und hatten das Glück, dass gleich das erste Hostel vom Preis her in Ordnung war. Das Zimmer ist zwar Müll, aber dafür haben wir einen Pool- bei der Hitze wirklich super!
Wir gingen dann wieder los und liefen durch die Straßen, es war Punkt 12 Uhr mittags- eine irre Hitze! Zusammen mit den stressigen Mopeds, den Leuten die ständig nach „Transport?“ „Cheap Price?“ „Where are you from?“ fragten wurde Kuta immer mehr zur Hölle! Irgendwann fanden wir ein Restaurant mit halbwegs vernünftigen Preisen, denn auch die Preise waren natürlich mehr an Ausländer angepasst als in Padang Bai. Weiter durch die Straßen hab ich mir dann am einem rostigen Nagel noch ein Loch in meiner Lieblingshose geholt. 🙁 War erst am Überlegen, es zu nähen, habe aber jetzt beschlossen, es als „Kriegsnarbe“ zu behalten. Gegen Nachmittag fanden wir dann noch ein deutsches Restaurant- voller Freude setzten wir uns rein und aßen eine Portion Bratkartoffeln- die aber nur aufgewärmt waren! Was für ein Müll… nachdem das alles nicht mehr besser wurde, gingen wir zurück ins Hostel und setzten uns in den Pool, zusammen mit 20 anderen Leuten, denn das Hostel war wirklich riesig! Da Kuta ja sehr berühmt fürs Surfen ist, waren auch in unserem Hostel viele Surfer- lange zottelige Haare, tattoowiert von oben bis unten, immer am Bier trinken und laute Mukke an. Nein, wir sind bis jetzt noch nicht warm geworden mit dieser Gruppe an Touristen. 😉 Spätestens bis Australien sollten wir das aber in den Griff kriegen, ich glaube, da sind ja glaub ich noch mehr Surfer.
Abends ging es dann noch einmal auf die Straßen und jetzt wissen wir auch, warum Bali als „Mallorca von Australien“ gilt: eine laute Bar neben der anderen. Wir setzten uns in ein Restaurant, indem eine balinesische Musikgruppe auf glockenspielartigen Instrumenten spielte. Anfangs war es recht unterhaltsam, dann wurde es unerträglich, denn es war sehr laut und penetrant. Nicht zu beneiden waren auch die Kellner, diese sind teilweise durch das Restaurant GERANNT, so voll war es! Irgendwann guckten wir uns nur an und beschlossen, das Alles mit Humor zu nehmen. Immerhin fanden wir abends im Supermarkt noch eine Capri Sonne, die wir dann im Hostelzimmer tranken- natürlich ohne Strohhalm, der war nicht dabei 😉
Shit happens…

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