In die weite Welt hinein

Von Thames nach Mangawhai

Was für ein Tag… da wollten wir nur von einem Ort zum Anderen fahren und dachten an eine stressfreie Autofahrt, doch war vor lauter Missgeschicke die Zeit im Auto einfach nur unheimlich anstrengend. Wir fuhren also aus Thames los und schon bei der Abfahrt fing es an. Anna packte ihren kleinen Rucksack ins Auto, ich machte meine Fahrertür auf und legte noch einige Sachen auf die Rückbank. Dann fragte ich, ob nicht Annas großer Rucksack fehlt? Sie schaute mich nur an und sagte: Uppps … beinahe hätte sie ihn in der Küche vergessen. Tja, dass ist ja nochmal gut gegangen.
Weiter ging es dann Richtung Auckland. Wir fuhren und fuhren und die Straße füllte sich mit LKW’s , Transportern und Autos. In Auckland machten wir einen kleinen Abstecher in die Innenstadt (nur durchgefahren) und danach ging es weiter auf dem Highway 1 richtung Whangarei. 200 Kilometer waren geschafft und ich dachte an eine Pause oder bessergesagt an einen Stop. Wir hielten (wie immer) an einem i-Site und fragten nach einer Unterkunft. Entsprechend bekamen wir auch gleich eine Karte, um zum nächstgelegenden Hostel zu fahren. Von dort fing ein schlechter Moment nach dem Anderen an. Das Hostel war pfui, dreckig und eklig. Überall Fliegen und die Küche war so dreckig, wie in unserer schlimmsten Studentenzeit nicht. Wir nahmen unsere Sachen und packten Sie in unseren Schlafraum (Mehrbettzimmer). Wir waren die einzigen und fühlten uns schon beim auspacken schlecht. Ich meinte … „Anna willst du wirklich hier bleiben?“ „Mhh, ja, wir können doch nicht wieder abhauen ohne Bescheid zu geben?!“ Wir überlegten nicht weiter und machten uns erst einmal auf den Weg. Wir kamen an einem Strand an, der zwar wunderschön war, aber keinen schattigen Platz aufwies … also dreheten wir wieder um und fuhren zum nächsten Ort. Anna meinte, dass es in der Nähe noch einen anderen Strand gibt, wo wir schnorcheln können. Voller Vorfreude ging es dann wieder ins Auto. Kurz vor Ankunft sagte ich dann: „Du ich habe meine Schnorchelsachen im Hostel gelassen…“ Und wieder sank die Stimmung … da fuhren wir schon so weit und ich vergaß meine Sachen! Zudem hatten wir auch noch das Problem mit dem Hostel, uns blieb echt nichts erspart. Dann meinte ich – zusammenreißen – auf geht’s zum Hostel zurück, Sachen nehmen und weiter. Einfach weg von hier! Mit leicht panischen Gesicht, einfach abzuhauen fuhren wir zum Hostel zurück. Wir schmiedeten eine kleine Geschichte und überlegten wie wir wegkommen. Bei Ankunft holte ich schnell die Rucksäcke und Anna stotterte sich in Gedanken auf English die Story ab, da fiel uns auf das die Hausbesitzer gar nicht da sind. Puh, wir schrieben einen Zettel mit der Ausrede, dass wir doch lieber weiter möchten, und sind aus diesem verwahrlosten Hostel schnell weggefahren. Danach fuhren wir von Dorf zu Dorf und schauten erneut nach einer Unterkunft. Zum Glück fanden wir dann in Mangawhai ein Hostel und blieben dort.

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