In die weite Welt hinein

Es regnet! … durchs Dach!

Was für ein Tag, ordentlich chaotisch und dann noch ärgerlich. Nach dem Frühstück entschieden wir uns mit der Bahn in die Stadt zu fahren, um doch noch ein wenig von Melbourne zu sehen. Als wir ankamen, fing es an zu regnen und keiner von uns hatte an einen Regenschirm gedacht. So huschten wir von Einem Einkaufszentrum zum Anderen, bis wir schließlich an einer Reiseagentur vorbei kamen. Anna blieb stehen und meinte, dass wir doch mal nach den White Sunday Islands und Frazer Island fragen könnten. Der Herr am Schalter brauchte eine halbe Stunde, ehe er uns überhaupt den ersten Preis genannt hatte, immer wieder sprach er um alles herum und Anna musste ihn unterbrechen. Am Ende hatten wir dann ein Paket, aber mit allein 420$ pro Person für Frazer Island verging uns die Motivation und wir verließen den Laden ohne Erfolg.
Danach ging es in die Circle-Tram. Melbourne hat das größte Tramnetzwerk der Welt und bietet eine kostenlose Ringtram an, die immer wieder um die Innenstadt und die wichtigsten Sehenwürdigkeiten fährt. Wir sprangen ein und genossen den Ausblick. Zwar regnete es immer noch, aber wir hatten einen netten Platz.
Dann … die erste Erfahrung mit einem unfreundlichen Australier. Der Australier saß zwar nicht bei uns, aber in der Nähe von zwei Asiaten. Er regte sich tierisch auf und wollte sogar die Polizei rufen, wenn die Asiaten nicht aus den Weg gehen…
Zuhause wurde es aber noch viel schlimmer! Wir kamen ins Zimmer rein- und es regnete durchs Dach! Alle Couchtischunterlagen waren nass, der Boden glich einem See und die Elektronik hatte auch etwas abbekommen. Wir waren schockiert und haben erst einmal nach unserer Technik geschaut. Ich hatte nämlich unseren Laptop unter den Couchtisch gelegt- glücklicherweise hatte er nichts abbekommen.Die anderen Geräte waren am Bett und damit sicher, aber unsere Ladekabel lagen im Wasser und ein Steckdosenleiste gefährlich nahe am Unglück. Sofort ergriff Anna das Telefon und rief unseren Vermieter an. Er war aber nicht da und so sprachen wir auf seinen Anrufbeantorter. Kurze Zeit später rief er zurück und wir schilderten die Katastrophe. Anna war so in Gedanken, dass sie mit perfektem Englisch glänzte: „It is raining in our room! The roof is not closed!“ 😀
Er war besorgt und kam keine 20 Minuten später ins Zimmer. Ihm war die Sache unangenehm und er machte sich sofort auf, das Problem zu lösen. Er begann ein paar Plastiktüten
über die undichte Stelle zu legen, doch war ich nicht davon überzeugt und meinte zu Anna, dass heute Nacht die Decke erneut tropfen wird. Als unser Vermieter dann fertig war, kam er nochmal ins Zimmer und brachte uns neue Hanbdtücher. Er strahlte und war zufrieden, dass es nicht mehr tropfte.
Anna und ich waren aber nach wie vor unglücklich und wollten, nun da sein Problem gelöst war, über unsere Probleme reden. Durch den Regen wurde eines unserer Bücher patschnass und mein kleines Tagebuch auch. Ein paar andere Zeitschriften konnten wir auch wegschmeissen. Unser Vermieter meinte aber „I don’t care“ (ist mir egal), was mich und Anna zur Weißglut brachte. Eine Streitdiskussion auf Englisch war aber nicht möglich und nach einigen wenigen Worten verließ er wütend das Zimmer. Es knallte mit der Tür und lief davon. Den Abend über überlegten wir nur noch, wie wir uns beschweren können, bis wir eine Emailnachricht vom Vermieter bekamen. Er schilderte seine Tat, dass er doch schnell da war und das Problem löste. Er bat um Verständnis und
wir ließen die Beschwerde erst einmal sein. Morgen sind wir weg!
Wir fahren um 7 Uhr mit dem Bus nach Canberra, also nur wenige Stunden bis wir das Haus verlassen 🙂 Zudem erwartet uns in Canberra eine wunderschöne Zeit, denn am 2ten Tag holt uns eine Japanerin ab, bei der wir Couchsurfen 🙂

  • OLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • OLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • OLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2018 In die weite Welt hinein

Thema von Anders Norén