In die weite Welt hinein

Fraser Island: Dropbeartour Tag 1

Der Tag begann um 6.45 Uhr, wir wurden abgeholt und in die Filiale von Dropbear gefahren. Hier mussten wir einen 45-minütigen Film gucken, den jeder, der nach Fraser Island fahren will, schauen muss. Unser Tourguide war Dave und wir fuhren mit 2 Autos nach Rainbow Beach. Hier hielten wir ein letztes Mal an einem Bottleshop, wo man Alkohol kaufen konnte. Stephan und ich entschieden uns für irgendeine Cocktailvodkamische, 2 Liter, 6 Prozent für 25 Dollar. Jaaa, Alkohol ist teuer hier. Getrunken wird hier vor allem Goon, ein Rot-oder Weißwein, der aus einer Plastiktüte getrunken wird. 4 Liter gibt es für 10 Dollar, es ist das einzige günstige Getränk, um sich zu betrinken.
Weiter ging es und nach kurzer Zeit fuhren wir auf dem ersten Strandabschnitt, wo wir ordentlich durchgerüttelt wurden. Eine Fähre fuhr uns dann nach Fraser Island, wo wir nach 15-minütiger Fahrt unser Camp erreichten.
Ehrlich gesagt war es ein ziemlicher Schock: nichts war aufgebaut, nur ein Plumpsklo und keine Duschen. Oha. Wir bekamen dann erst einmal Mittagessen, Wraps und danach ging es ans Zelt aufbauen. Nach einer halben Stunde waren alle fertig und uns wurden ein paar Sicherheitshinweise gegeben: Nichts durften wir im Zelt lassen, da die Dingos sonst von den Gerüchen angezogen werden und die Sachen durchwühlen. Sollten wir uns nicht dran halten, gibt es Vegemite-Punishment- also eine Bestrafung mit Vegemite. Vegemite ist ein australischer Brotaufstrich und so ziemlich das eckligste, was man sich vorstellen kann. Ich weiß nicht mal, aus was es besteht, es ist einfach nur widerlich!
Außerdem sollen wir auf Schlangen aufpassen, 5 der giftigsten Schlangen Australiens leben auf Fraser Island und alle 5 sind 12 der giftigsten Schlangen auf der Welt. Na dann.
Dann ging es endlich das erste Mal so richtig los und wir durften am Strand fahren! Stephan und ich waren zwar noch nicht dran, aber es war schon cool, so über den Sand zu fahren, ein paar Dingos zu sehen, links die Dünen, rechts das Meer. Dann hielt Dave auf einmal an, denn wir sollten uns unser Abendessen besorgen: Muscheln. Jeder sammelte ungefähr 5, dann ging es weiter.
Unser erster Stop war Lake Wabby, den wir nach einer 40-minütigen Wanderung durch einen Wald erreichten. Es war wirklich toll da, unsere Gruppe war die einzige. Auf der einen Seite war Wald, auf der anderen eine riesige Sanddüne. Das Wasser war frisch (deshalb ging Stephan auch nicht rein), aber ich schwamm bis auf die andere Seite. Dave hatte sogar Musik mitgebracht und wir verbrachten einen schönen Nachmittag mit Schwimmen, Volleyball spielen und chillen.
Abends machte Dave dann eine Muschelsuppe, genannt „Daves Juice“- leicht versaut. 😉 Neben den Muscheln war da Bier, Goon und Meerwasser drin. Stephan meinte, es war sehr lecker. Danach gab es dann das richtige Essen, Barbecue mit Kartoffelbrei und Gemüse. Zum Nachtisch gab es Timtams, die Lieblingssüßigkeit der Australier: Schokoladenkekse mit Schokolade und noch mehr Schokolade. Völlig überbewertet, wenn ihr mich fragt, aber die Australier lieben sie.
Wir unterhielten uns dann mit einem Pärchen aus Chicago, als auf einmal alle ins Bett gingen! Und das um 19.00 Uhr! Okay, es war schon dunkel, aber wir dachten nur: What??? Wofür haben wir denn jetzt den Alkohol gekauft??? Glücklicherweise sammelten die Dropbearleute dann alle restlichen Leute zusammen und wir spielten Jenga- das Türmchenspiel- nur als Trinkspiel. Einfache Aufgaben waren dann sowas wie „jeder trinkt“ „Wahrheit oder Pflicht“, unangenehm wurde es dann bei „Küss deinen Nachbarn“ oder „Dein Kinn muss bis zum Ende des Spiels auf der Tischplatte liegen bleiben“. Wer den Turm zum Einstürzen brachte, musste dann aus einer Bong trinken, sprich Alkohol aus einem Trichter und Schlauch. Es wurde viel gelacht, viel getrunken und einmal musste ich auch aus der Bong trinken. 😉 Wir hatten einen schönen Abend.

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