In die weite Welt hinein

Von Agnes Water nach Airlie Beach

Heute geht es weiter nach Airlie Beach, aber erst gegen 21 Uhr. Das heißt, wir hatten heute jede Menge Zeit um noch nach 1770 zu fahren. Hin ging es mit dem älteren Ehepaar, dass den Umweg netterweise in Kauf nahm. Die Beiden wollten weiter in den Norden fahren und so viel Strecke schaffen wie möglich, daher standen wir früh auf, um was Kleines zu naschen und auszuchecken. Eingestiegen ins Auto fuhren wir los und waren 9.10 Uhr in 1770. Da es noch so früh war, hatte nichts auf und wir liefen erst einmal von einem Strandabschnitt zum Anderen. Dann knurrte der Magen und durch den Tip einer Bauarbeiterin fanden wir ein Bistro. Wir aßen gut Frühstück und lagen danach am Strand rum. Mit ein bisschen Farbe im Gesicht machten wir uns dann auf, ein Stehpaddel auszuleihen, doch konnte uns keiner sagen, wo wir den Verleih finden konnten. Ein paar Leute sagten, das heute gar keine ausgeliehen werden, wegen öffentlicher Ferien, andere widerum, das der Typ mit den Paddelboten aufgrund einer Baustelle nicht zum Wasser kommt. Tja, so oder so hieß das für uns: Kein Stehpaddeln. 🙁 Und 1770 ist so klein, was anderes kann man hier nicht machen, es gibt keine Shops oder ähnliches.
Ich fragte dann 2 andere Stehpaddler, ob sie eine Idee hätten, wie wir noch zu einem Board kommen könnten und- wie Australier ja tollerweise so sind- boten Sie uns an, eine Runde mit ihren Boards zu drehen. Juhu!
Anna setzte sich vorne auf mein Board und dann ging es los, wir wollten zu einer kleinen Sandbank, auf der Pelikane waren. Der ältere Herr kam sogar mit und erzählte uns, dass er seinen Urlaub immer hier verbringt.
Wir hatten Glück und konnten ganz nah ran an die Pelikane, sie flogen nicht weg. Wirklich toll, diese riesigen Vögel so nah zu sehen! Schon ging es wieder zurück und am Strand probierte Anna sich dann auch am Stehpaddeln- das letzte Mal in Thailand war es ja ein ständiges Runterfallen- wieder hochklettern, diesmal aber fiel sie kein einziges Mal und paddelte glücklich vor sich hin. Wir lagen dann noch am Strand rum, schwammen im Wasser und bruzelten in der Sonne. Gegen Nachmittag mussten wir uns allmählich Gedanken über den Heimweg machen und da der Weg wirklich lang war und völlig unspektakulär, beschlossen wir, zu hitchhiken- zu deutsch: trampen.
Wir gingen an die Straße und hielten unsere Däumchen nach oben- man, kamen wir uns dämlich vor! 😀 Das erste Auto fuhr auch prompt vorbei und Anna meinte zu mir: Mehr Lächeln! Wir gingen ein Stück bis hinter eine Baustelle und positionierten uns im Schatten. Es kamen nur wenige Autos vorbei und wir fragten uns schon, wie lange wir denn warten müssten, als auch schon ein Auto anhielt! Der 6. Wagen, mensch, dass ging aber schnell!
Es war ebenfalls ein Australier im Urlaub und wir unterhielten uns nett, bis er uns direkt vor unserem Hostel absetzte. Alles paletti und wir waren so glücklich und dankbar über soviel australische Gastfreundschaft. Erst fährt uns das Pärchen nach 1770- 30 Dollar für Fahrräder gespart, dann können wir kostenlos Stehpaddeln- wieder 30 Dollar Ausleihgebühr gespart und dann werden wir auch noch nach Hause gefahren- ein perfekter Tag!
Im Hostel angekommen, warteten wir bis 21 Uhr Uhr und stiegen dann in den Bus.

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