In die weite Welt hinein

Whitsundays Tag 2

Tja, was soll ich sagen? Es wurde schlimmer! Die Nacht war nicht so toll, wir haben uns im Vorfeld über alles Gedanken gemacht, ob wir bei den Wellen schlafen können, bei dem Wackeln, den Geräuschen der Wellen, der unbequemen Betten aber was uns letzten Endes vom Schlafen abgehalten hat, war eine Schnarcherin! Toll.
Beim Frühstück stellte sich dann heraus, dass sich die Wunde von dem Mädchen mit den Schnittverletzungen entzündet hat. Stephan hatte ihr gestern sogar noch Bepanthen angeboten, wir hatten ja alles dabei, aber sie hatte sie nicht angenommen. Keine Ahnung, ob es geholfen hätte, Stephans Fuß war glücklicherweise okay. Der Typ mit dem gebrochenen Zeh hat mich gestern auch noch nach ner Ibuprofen gefragt, heute morgen sah der Zeh einfach grässlich aus: Rot, Blau, Dick und an einer Seite war irgendwie eine komische gelbe (vielleicht Eiter?) Stelle. Oh Man, der hat ganz schön gelitten. Toll, wirklich ein toller Ausflug!
Wir fuhren zum Highlight unserer Tour: dem Whitehaven Beach- einer der 10 schönsten Strände der Welt! Und wie konnte es anders sein: Es regnete. Und war gar nicht schön. Alles grau und wir waren nass. Das Beste: Wir mussten dort 3 Stunden ausharren, denn die Crew (die an Bord geblieben ist, glaubt mal nicht, dass wir nen Guide hatten) musste ja Lunch und Reparaturen machen. Wir setzten uns also in den Wald, um ein wenig Schutz vor dem Regen zu haben und ließen uns von Mücken zerstechen. Die Stimmung war wirklich im Keller. Ein anderer Deutscher meinte, hey, ist ja voll das Abenteuer- ich hab ihn als Spinner abgetan und dachte nur: Junge, wenn du die Scheiße hier als Abenteuer ansiehst, dann belügst du dich selbst…
Wieder an Board entschied der Skipper dann, dass wir zurück nach Airlie Beach fahren, um die 3 Verletzten abzusetzen. 4 Stunden Umweg, aber endlich kann sich dann mal jemand um die Leute kümmern! Richtige Entscheidung. Wir gümmelten also die nächsten Stunden rum, setzten die Kranken ab, fuhren den gleichen Weg zurück, gümmeln, gümmeln, gümmeln. Ich schrieb Mama eine SMS: „Hallo Mama, Segeln ist kacke, kannst du mich abholen?“. Sie meinte, es dauert ein paar Stunden… das einzig tolle an dem Tag waren die Seeadler. Sie kamen zum Boot und ein Crewmitglied warf Fleisch in die Luft, dass die Adler dann im Fallen auffingen. Unglaublich beeindruckend!
Gegen Abend kamen wir dann bei einer Insel an, auch hier schnorchelten wir wieder. Stephan vergaß, sein Handy aus seiner Badehose zu nehmen und nach Jahren mit seinem Nokia-Holz-hack-Handy gab es schließlich seinen Geist auf. Nach dem Schnorchel und seinem verletzten Fuss, auch noch sein Handy, man man man :/. Ach, diesen Trip werden wir so schnell nicht vergessen!

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