In die weite Welt hinein

Great Barrier Rief – East Timor

Heute ist es endlich soweit! Wir träumen schon ewig vom Tauchen im großen Great Barrier Rief. Es ist das größte Riff der Welt und gehört mit den Korallen und der atemberaubenden Unterwasserwelt zu den schönsten Tauchplätzen.
Es ging in den frühen Morgenstunden los. Gegen 6.30 Uhr liefen wir vom Hostel zu unserem Treffpunkt, meldeten uns an und bekamen ein Briefing. Es ging um den Verlauf und den Transport vom Hafen zum Schiff. Danach mussten wir noch ein bisschen was unterschreiben, dass wir auch wirklich gesund sind 😉 – und noch restliche Gebühren bezahlen. Bei den Gebühren war ich überascht, denn es kam auf die ganze Tour eine extra Reefgebühr von 40$ pro Tag oben rauf. Das waren nochmal 160$, was uns ärgerte, doch war keine Zeit zum diskutieren vorhanden. Die Zeit war knapp und wir wurden mit einem Minivan zum Hafen gefahren. Von dort aus ging es auf ein kleines Schiff, was uns dann zum Liveaboard brachte. Sofort nach dem Einsteigen fragte ich Anna nach den Tabletten gegen Seekrankheit. Anna suchte und suchte und musste mir dann mit ernster und fassungsloser Mine beichten, dass sie keine eingesteckt hatte. Ich bekam Angst und mir wurde schlagartig schlecht. Ich legte mich zurück in meinem Sitz und versuchte die ganze Fahrt zu schlafen. Zu unserem Glück waren die See sehr ruhig und das Schiffgewackel hielt sich in Grenzen, sodass Anna und ich alles gut überstanden. Knappe zwei Stunden später kamen wir dann an unserem Ziel an und wir wurden von einem großen Schiff und vielen Leuten begrüßt. Alle neuen Touristen sollten ihre Sachen in die Lobby packen und dann auf das Sonnendeck kommen. Dort gab es dann die ersten Anweisungen zur Sicherheit und dem Verhalten auf dem Schiff. Anschließend bekamen wir noch einen Rundgang und wurden jeweils in eine Kabine eingeteilt. Unsere Kabine hat ein Doppelbett und eine eigene Dusche , wuhu :). Gegen 13 Uhr dann unser erster Tauchgang. Wie immer rein in einen Nasstauchanzug, dann ins Tarierjacket und einen letzten Check der Ausrüstung. Anna und ich machten noch einen Buddycheck und wir folgten allen Anderen ins Wasser. Unser erster Tauchgang war mit einem Guide und er brachte uns zu einigen Korallen und wir sahen die ersten Haie (Reefhaie) unter Wasser. 3 Stück! Das war super aufregend und die Vorfreunde gleich 16 Uhr wieder reinzuspringen riesig. Wir machten also noch einen Tauchgang gegen späten Nachmittag. Es war unser erster Tauchgang, den wir ganz alleine tauchten. Wir hatten schon ein wenig Bammel, aber alles lief gut. Das Gebiet war einfach und wir konnten die schönen Korallen genießen. Wir sahen sogar eine Schildkröte!
An Bord gab es dann Abendbrot und meine Güte, war das Essen lecker! Reis mit Curry und zum Nachtisch Bananenkuchen mit Eis. Woaah, ein Traum!
Der Nightdive war dann eine mentale Herausforderung für Anna- es gibt wirklich Schöneres, als in schwarzes Wasser zu springen. Wir tauchten um den gleichen Felsen wie zuvor und schwammen herum. Es war gar nicht so einfach, alle Korallen im Blick zu behalten und so schwammen wir mit einigem Abstand herum. Dann sahen wir etwas Großes- etwa 70 Zentimeter lang schlängelte es sich durch die Korallen und natürlich sah es uns, wir leuchteten es ja mit unseren Lampen an. Anna nahm dann ihr Licht weg und bevor ich wusste, was los war, fand ich mich auf 10 Metern ohne Buddy wieder. Anna war aufgetaucht! Ich schwamm hinterher, wusste nicht, was los war und fragte sie an der Oberfläche: „Hast du den Hai gesehen?“ Und sie nur völlig durcheinander: „Waaaas? Das war ein Hai? Woaaaah, der war so eklig, ich wollte nur noch weg, ich wollte tiefer, aber hab wohl den falschen Knopf an meinem Inflator gedrückt….“ Haha, da hat sie sich so sehr erschrocken, dass sie bis an die Oberfläche geschossen ist! Ist eigentlich ja nicht witzig, man muss ja Aufpassen beim Tauchen, blabla, aber in dem Moment war es schon witzig. Wir gingen dann wieder runter und auch das lohnte sich, denn wir sahen noch 2 Lionfische- wuuunderschön! Anna war es danach aber genug, sie gab mir das Zeichen zum Auftauchen und diesmal ging es ruhig und gesittet wieder an Bord. Es stellte sich heraus, dass wir einen Epaulette Shark gesehen hatten, selten an dem Spot!
Ein super schöner Tag geht zuende – morgen geht das Tauchabenteuer weiter.

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