In die weite Welt hinein

Shipshewana, Detroit, Kanada!

Oh mein Gott, wir haben die Nacht überstanden! Puh. Und nur 2 Stiche, das geht ja noch. Der Wecker klingelte um 7.30 Uhr und während Stephan noch im Bad war, setzte ich mich schon ins Auto. Weg hier! Als Stephan den Schlüssel wegbrachte, hat die Dame an der Rezeption ihn nach ner Zigarette gefragt… Zustände sind das hier.
Im Auto fragte ich Stephan dann, ob die Dame wohl Crystal Meth abhängig war? Auf einmal machte alles für ihn einen Sinn, er hatte sich wohl auch schon gefragt, ob sie krank wäre und schlechte Zähne soll man davon ja auch bekommen. Man man man.
Wir fuhren dann nach Shipshewana, der größten Amishgemeinde in Michigan. Am Dienstag findet hier einer der größten Flohmärkte des Landes statt, das wollten wir uns natürlich angucken. Auf dem Weg dorthin kamen uns schon mehrere Pferdekutschen entgegen. Der Flohmarkt selbst war schon groß, wir hatten aber erwartet, dass es viele selbstgemachte Sachen gibt, vieles war aber der typische billig Schnickschnack, den es auch in Deutschland gibt. Haben es trotzdem nicht bereut, hingefahren zu sein.
Gegen Mittag machten wir uns auf den langen Weg nach Detroit. Unterwegs hielten wir aber noch an einem deutschen Restaurant an- einfach so an der Straße, ein deutsches Restaurant! Das haben wir nicht sehr häufig gesehen. Ich hatte 4 Beilagen: Bratkartoffeln, Rotkohl, Spätzle und Kartoffelpuffer, Stephan ein Zigeunerschnitzel. Yam Yam!
In Detroit fuhren wir direkt nach Downtown. Sogar hier konnte man den Verfall sehen, überall leerstehende und verfallene Häuser. Zur Info: Detroit hat Insolvenz angemeldet, 80% der Straßenlaternen funktionieren nicht mehr und auf 100 Einwohner kommen 27 Jobs. Oha. Nachdem wir einmal durchs Zentrum durchgefahren sind, ging es auf nach Kanada- also einmal über den Detroit River. Wir fuhren über die Ambassor Bridge und waren nach 10 Minuten an unserem Hotel. Wie seltsam, dass auf der einen Seite des Flusses so viel Elend herrscht, auf der anderen ist alles normal. Am Hotel bekamen wir dann lustigerweise die Quittung für unser mülliges Auto, zwei Wespen machten es sich im Auto gemütlich und es dauerte gut 20 Minuten, bis sie wieder rausflogen. Haben danach mal ein wenig aufgeräumt.
Im Hotel fielen wir total platt ins Bett und holten unseren Schlaf nach. Abends fuhren wir noch einmal an den Fluss, um uns die Skyline von Detroit anzuschauen. Vor allem der General Motors Gebäudekomplex ist riesig!

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