In die weite Welt hinein

JFK- die Reise nach Hause

STRESS!!! Oh.mein.Gott!!! Ich weiß noch, dass ich vor 1 1/2 Jahren im Reisebüro saß und meinte: Reichen 90 Minuten fürs Umsteigen in London? Natüüüürlich. Nicht!!!
Unser Flieger vom Flughafen JFK kam schon mit Verspätung an und wir saßen aller, aller letzte Reihe. Mist. Als wir endlich aus dem Flieger rauskamen, hatten wir noch 20 Minuten Zeit, bis das Gate schloss. Nur leider mussten wir noch das Terminal wechseln. Auf einem Zettel stand, man solle dafür eine Stunde einplanen. Oha!
Wir verbündeten uns mit anderen Deutschen, die ebenfalls den Flieger nach Hamburg kriegen wollten und rannten von einer Ecke zur Anderen. Häufig wurden wir vorgelassen, da wir ja schnell, schnell machen mussten, bei der Sicherheitskontrolle ging es aber nicht schneller und es dauerte ewig! Dann der SuperGAU: Stephans Rucksack wurde rausgezogen. Und es waren 5 andere Rucksäcke vor ihm, die alle aufgemacht wurden. Betteln half nichts, der Securitymann wollte uns nicht eher dran nehmen und ich hatte alle Deutschen aus dem Blick verloren, die waren alle schon weiter… Ich sagte dann zu Stephan, dass ich schon vorginge, bescheid sage, dass wir da sind und mitwollen.. Inzwischen hätte unser Flieger schon seit 20 Minuten in der Luft sein sollen…. oha!
Am Terminal angekommen sagte ich Bescheid, dass wir da waren und die Dame teilte uns mit, dass noch 8 fehlten. Puh! Aus 8 wurden 6, 5, Stephan kam immer noch nicht. Ich wurde immer nervöser, irgendwann fehlten noch 3… und die ganze Zeit dachte ich: „Das darf doch nicht wahr sein, ausgerechnet auf dem Flug nach Hause!“.
Leicht panisch drehte ich meine Kreise und dann -endlich- kam Stephan. Als Drittletzter. Man! Nur ein Pärchen war noch später dran als wir und endlich stiegen wir in den Bus, der uns zum Flugzeug brachte. Alle hier waren Deutsch und beschwerten sich, warum man nicht einfach zwei Busse vor das letzte Flugzeug gestellt hatte, um uns jetzt zu diesem zu fahren. Insgesamt waren es 89 Leute, die genauso geflogen waren wie wir.
In Hamburg angekommen kam das Nächste: Unser Gepäck war nicht mitgeliefert worden. Ich schaute die Dame am Schalter an und meinte nur: „Aber ich bin ein Jahr um die Welt gereist, ich hab keine Klamotten mehr zuhause?“ Naja, half alles nichts, wir unterschrieben irgendwas und gingen raus ins Terminal.
Und da waren sie! Mama, Daddy, Mama, Daddy Stephan, Brüder, Opa, Oma- Verwandschaft da! 🙂 Wir haben uns irre gefreut, alle umarmt, juhu! Mama meinte dann, wir sollten noch zu McDonalds gehen und als wir die Rolltreppe hochfuhren, lag es mir schon auf der Zunge, wo denn meine Freundinnen waren- eine hatte mir nämlich geschrieben, dass sie heute Volleyball hatte und ich war leicht empört, dass das wichtiger war, als unsere Rückkehr! Aber siehe da- Lärm von der Galerie und da standen sie alle! Mit Schildern und Blumen in der Hand! Juhuu!! Was für eine tolle Begrüßung, alle da 🙂

Weiter Beitrag

Antworten

© 2018 In die weite Welt hinein

Thema von Anders Norén