In die weite Welt hinein

Vietnam macht uns irre – wieder Hotel gesucht!

Unser zweiter Tag in Vietnam und wir haben schon unsere ganzen Klamotten vollgeschwitzt, jede Menge Wasser getrunken und ein leicht rotes Gesicht – vielleicht Sonnenbrand ? Was für ein Tag heute. Nachdem also die Sachen gepackt waren, sind wir zum Flughafen und haben ersteinmal gefrühstückt (Pizza gab es 😉 ). Von dort aus fuhr der Bus 152 den wir nehmen mussten, um zum Anlaufpunkt aller Busse zu kommen und wo sich halb Vietnam versammelt – am Benh Tanh Market. Die Busfahrt ging knapp 20 Minuten und das Ticket kostete nur 5000 Dong – Anna und ich waren völlig überrascht – so günstig. Umrechnen lohnt gar nicht, denn es sind nur 0,17 Euro. Der erste Schritt war somit geschafft und nun ging es Richtung Hotel.

Zuversichtlich hatten wir unsere Stadtkarte in die Hand genommen und gingen zielstrebig in das Backpacker Viertel wo auch unser Hotel sein sollte. Im Backpacker Viertel angekommen wurden wir gleich wieder von allen Seiten angesprochen. Wir setzten aber unser *Ignore-Face* auf und konnten dass einige hundert Meter durchhalten. Irgendwann sagte ich „Stop talking“ und hatte ein mulmiges Gefühl – denn es klappte. Anna meinte ich sollte lieber freundlich sein, denn man trifft sich vielleicht zweimal auf den Straßen Vietnams … . Wir gingen Meter für Meter und von allen Seiten wurden wir beobachtet und gefragt, wo wir herkommen, wo wir schlafen und was wir suchen. Da wir beide jeden ignorierten liefen wir die Straße ersteinmal völlig in die falsche Richtung. Es war so warm … 30 ° Grad – nicht sehr angenehm mit schweren Gepäck. Als wir dann den Kilometer zurückliefen, der falsch gegangen wurde, kam wieder eine Vietmanesin auf uns zu und diesmal stellten wir die Fragen ;). Wo ist das Hotel ? Sie konnte uns auf Anhieb helfen und wir fanden endlich unsere heutige Unterkunft.

Die Unterkunft ist super schön. Zwar ein wenig teuer für vietmanesische Verhältnisse aber dafür können wir uns hier richtig entspannen. Die Rezeption ist sehr hilfsbereit, es werden Massagen angeboten und das Bad auf unserem Zimmer ist großartig.

Trotz Regens gingen wir nochmal los, um Besorgungen zu machen- ein Fehler! Habe ich Regen gesagt? Ich meinte natürlich akutes Weltuntergangswetter, Monsun (?) vom Feinsten. Innerhalb von Sekunden waren wir Klatternass, die Schuhe waren durchweicht. So kamen wir bei unserer ersten Apotheke an. Anna gab sich dann auch alle Mühe, der Dame klar zu machen, was wir brauchten: „In Germany we have something called Voltaren…“ und siehe da: Es gibt *ernsthaft* original Voltaren zu kaufen! Irre! Knapp über 2 Euro für eine kleine Tube. Danach ging es weiter, wir mussten noch in einen Supermarkt, Essen und Trinken kaufen. Anna sprang happy von Pfütze zu Pfütze, noch nasser ging eh nicht und hey- der erste Monsunregen!
Im Supermarkt tropften wir dann leider den Gang voll, aber wir haben bekommen was wir wollten. Danach konnte es nur zurück zum Hotel gehen, die nassen Klamotten loswerden.

Im Hotel haben wir das Angebot mit den Massagen auch gleich in Anspruch genommen, da uns die Preise einfach nur glücklich machen. Anna hatte sich den ganzen Körper + Gesicht massieren lassen und ich hatte eine Hot Stone Massage. Mir gefiel es ganz gut, doch Anna wurde ein wenig zu hart rangenommen, überall blaue Flecken! Da half die Voltaren gleich doppelt!
Die Unwissenheit schlug leider auch hier zu: Die Masseure bekommen kein Gehalt, sondern finanzieren sich über das Trinkgeld, dass sie bekommen. Wussten wir natürlich nicht und empfanden es als unangemessen, als die beiden Masseure Trinkgeld verlangten (zumal Annas auch in der einen Stunde zweimal ans Handy ging). Letztenendes haben wir dann doch was gegeben, der Hotelbesitzer hat uns danach aber noch nett den Sachverhalt erklärt, ist halt wie in den USA, wo die Kellner kein Geld bekommen.
Nächstes Mal wissen wir gleich bescheid 🙂

 

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