In die weite Welt hinein

Bustour nach Phnom Penh

Am gestrigen Abend hatten wir uns eine ganze Zeit damit beschäftigt, welchen Weg wir in Kambodscha einschlagen wollen. Zuerst hieß es ja Tauschkurs, doch fiel der sehr schnell ins Wasser aufgrund unserer Erkältung – Was nun ? Wir suchten also nach einer anderen Beschäftigung und in Sihanoukville wird leider nur eine Gute angeboten und zwar die Bootsfahrt auf die großen Inseln Koh Rong oder Koh Rong Salem. Die Frage war – was uns auf den Inseln erwarten wird ? Anna und ich dachten darüber nach, mit ernsten Gesicht auf unsere, etwas von der Sonne gebräunten / roten Haut. Der Preis für die Hin- und Rückfahrt gefiel uns auch nicht und der Aufenthalt für einen vernünftigen Bungalow sollte 20$ die Nacht kosten. Das war uns einfach zu viel und kurzer Hand entschieden wir uns für die Bustour nach Phnom Penh.

Es ging also heute morgen mit der Tour los und wir dachten dass uns ein großer Reisebus abholen würde. Der wurde uns versprochen – wir hatten paar Mal nachgefragt. Doch kam es anders, ein Tuk-Tuk fuhr an unser Hostel, wo wir und eine Familie mit zwei Kindern, Platz genommen haben. Vollgequetscht und viel zu schwer, schrie der Motor vom Tuk-Tuk. Im ersten Gang und 5000 Umdrehungen sind wir bis zur Busstation hingefahren worden, wo dann unser versprochene Reisebus stand. 5h Fahrt lagen vor uns und wie immer bei schönen 30 Grad.

In Phnom Penh angekommen, liefen zahlreiche Tuk-Tuk Fahrer dem Bus hinterher und konnten es nicht abwarten uns Touris in den Arm zu nehmen. Jeder fragte – wo wir hinwollen und woher wir kommen? Es ist immer stressig, denn wir müssen auf unser Gepäck aufpassen, die Karte rausholen, die Fragen beantworten, den Schweiß von der Stirn abwischen und uns irgendwo hinstellen um die Frage auzudiskutieren – Was nun ? . Aufjeden Fall sind wir dann paar Minuten später für 3$ in ein Tuk-Tuk eingestiegen, der uns zu unser Guest-House brachte.

Unser Guest-House empfang uns super und wir bekamen auch gleich den Schlüssel für das Zimmer. Wir wollten nur unser Gepäck hinstellen und wieder los – doch schon beim aufschließen des Zimmers kam der erste Schimmelgeruch entgegen. Wir dachten – stellen wir uns nicht so an – daher erstmal los was essen.

Beim Essen haben wir ein älteres Ehepaar aus Travemünde getroffen – ach wie schön, jemand aus der Heimat 🙂 . Viel gequatscht und ich habe zwei Krüge Bier getrunken. 0,50$ für 1 Krug Bier, da kann man sich für 5 Euro volltrinken (Hier bleiben wir ;)). Zurück aufs Zimmer kam uns wieder dieser Geruch entgegen und wir sind uns freundlich beschweren gegangen. Zack durften wir das Zimmer wechseln. Nun haben wir ein Zimmer mit 3 Doppelbetten, yeah.

An der Rezeption hatten wir dann noch zwei weitere Leute kennengerlernt. Beide schon über 1 1/2 Jahre mit dem Fahrad unterwegs – wahnsinn. Wir hatten soviele Fragen und freuen uns, sie in Thailand vielleicht wieder zu treffen. Zwar nicht mit Fahrad, aber vielleicht in einem Hostel, auf einer Insel oder in einer Kneipe 😉

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